Auffallend ist, dass die Peruaner sehr gesprächig und freundlich sind. Ich konnte so mein Spanisch zwangsweise massiv verbessern. Anders als in Südostasien gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" zwischen ausländischen Touristen und Einheimischen; alle zahlen das gleiche. Für meine 21 Stunden-Luxus-Busreise waren entsprechend knapp 12 $ fällig. Meinem dänischen Reisenachbarn musste ich in Cusco angekommen um 5 Uhr morgens heftig wachrütteln. Der hatte aber auch nach eigenen Angaben bisher noch nie Valium konsumiert...
Donnerstag, 20. November 2008
Ayacucho (Höhe 2750 m)
Auffallend ist, dass die Peruaner sehr gesprächig und freundlich sind. Ich konnte so mein Spanisch zwangsweise massiv verbessern. Anders als in Südostasien gibt es bis auf wenige Ausnahmen keine "Zwei-Klassen-Gesellschaft" zwischen ausländischen Touristen und Einheimischen; alle zahlen das gleiche. Für meine 21 Stunden-Luxus-Busreise waren entsprechend knapp 12 $ fällig. Meinem dänischen Reisenachbarn musste ich in Cusco angekommen um 5 Uhr morgens heftig wachrütteln. Der hatte aber auch nach eigenen Angaben bisher noch nie Valium konsumiert...
Mittwoch, 19. November 2008
Huancavelica (Höhe 3676 m)
Als Mittel zur Höhenkranheit wird gemeinhin ein Coca-Tee oder das Kauen der Cocablätter empfohlen. Während der Tee noch einigermaßen bekömmlich ist, ist das Kauen der Blätter (als Base zur Absorption der Wirkstoffe wird Asche verwendet) ziemlich widerlich. Mit Kokain hat weder das eine, noch das andere zu tun; Kokain entsteht durch einem aufwändigen und
Im Einheimischen-Bus, den ich in Rumichaca weiter nach Ayacucho erwischte, wurde ich Zeuge einer aberwitzigen Situation - die PETA wäre Amok gelaufen. Eine Greisin musste - aus welchen Gründen auch immer - ihre 3 Schafe transportieren. Zu diesem Zweck waren die armen Viecher an allen Extremitäten mit einem Seil verbunden und wurden mit einem Schwung auf das Dach gehievt - auf dem übrigens auch mein Rucksack verstaut war. Eines der Schafe hat sich offensichtlich im Verlauf der Weiterreise nicht besonders wohl gefühlt. In jeder Linkskurve lief an meinem Fenster (diesmal schloss es zum Glück richtig) ständig die Schafscheisse herunter. Offenkundi
Im Grunde hatte ich die begründete Befürchtung, mein Rucksack auf dem Busdach sei kontaminiert; das inkontinente Schaf hat mich während dieser Reise mental begleitet, so dass ich mich auf der eigentlich landschaftlich sehr reizvollen Strecke nur bedingt konzentrieren konnte. In Ayacucho angekommen war ich dann auch sehr erleichtert, dass das Schaf meinen Rucksack freundlicherweise verschont hatte. Manch anderer Passagier mit auf dem Busdach abgelegten Lebensmitteln (!) hatte etwas weniger Glück als ich.
Montag, 17. November 2008
Huancayo (Höhe 3271 m)
Sonntag, 16. November 2008
Lima (Höhe 64 m)
Zum Glück war ich vorgewarnt; Lima könnte zur hässlichsten Stadt Südame
rikas gehören - weswegen ich nicht vorhatte, dort ewig zu bleiben. Lima ist laut und erstickt förmlich in Abgasen. Durch die zweifellos vorhandene Kriminalität stattet jeder Autobesitzer seine verrostete Kiste mit einer Hobby-Alarmanlage aus, die dann auch schon beim Ansehen losgeht. Beim Einschlafen wird man mit einer unglaublichen Kakophonie von Pkw-Alarmanlagen begleitet... und erwacht mit den bekannten Geräuschen einer 5 $ Alarmanlage...
Tatsächlich ist das Viertel Miraflores für peruanische Verhältnisse noch einigermaßen annehmbar, und die Altstadt - Magnet für Touris - sogar ganz nett. Die Umstellung nach meinen Südostasienreisen war gar nicht ganz so einfach, und in einer Hinsicht hatte ich mich ohnehin komplett getäuscht: Mit Englisch kommt man definitiv nicht weiter - weil es praktisch keiner spricht. Zum Glück kam ich mit meinen "Grundkenntnissen" in Spanisch weiter, sodass es selten zu Missverständnissen kam. Anders als in Asien wird ständig davor gewarnt, in nicht "geeignete" Viertel zu gehen. Das kann schon beim Abbiegen in eine falsche Strasse sein, und die Warnungen
gelten erst recht bei Dunkelheit. Von manchen vorbeifahrenden Taxifahrern wurde ich mehrmals angesprochen, ich solle doch besser umkehren, wenn ich in im Begriff war, in ein "zweifelhaftes" Viertel zu spazieren. Vielleicht naiv, aber die Warnungen in Reiseführen und in Hotels scheinen mir manchmal etwas übertrieben; im Grunde sind die allermeisten Peruaner sehr freundlich und hilfsbereit - mir ist jedenfalls auf meiner Reise nie etwas Unangenehmes passiert.
An das Wetterphänomen in Lima könnte ich mich nie gewöhnen, monatelang ist es unmittelbar an der Pazifikküste aufgrund klimatischer Verhältnisse nebelig und trüb. Nach einigen Kilometern im Landesinneren wird es wieder schön - und es regnet praktisch das ganze Jahr nicht (hier könnte sich München 'ne Scheibe abschneiden). Entsprechend kann man dann auch von einer kargen und wüstenartigen Landschaft sprechen.





Tatsächlich ist das Viertel Miraflores für peruanische Verhältnisse noch einigermaßen annehmbar, und die Altstadt - Magnet für Touris - sogar ganz nett. Die Umstellung nach meinen Südostasienreisen war gar nicht ganz so einfach, und in einer Hinsicht hatte ich mich ohnehin komplett getäuscht: Mit Englisch kommt man definitiv nicht weiter - weil es praktisch keiner spricht. Zum Glück kam ich mit meinen "Grundkenntnissen" in Spanisch weiter, sodass es selten zu Missverständnissen kam. Anders als in Asien wird ständig davor gewarnt, in nicht "geeignete" Viertel zu gehen. Das kann schon beim Abbiegen in eine falsche Strasse sein, und die Warnungen
gelten erst recht bei Dunkelheit. Von manchen vorbeifahrenden Taxifahrern wurde ich mehrmals angesprochen, ich solle doch besser umkehren, wenn ich in im Begriff war, in ein "zweifelhaftes" Viertel zu spazieren. Vielleicht naiv, aber die Warnungen in Reiseführen und in Hotels scheinen mir manchmal etwas übertrieben; im Grunde sind die allermeisten Peruaner sehr freundlich und hilfsbereit - mir ist jedenfalls auf meiner Reise nie etwas Unangenehmes passiert. An das Wetterphänomen in Lima könnte ich mich nie gewöhnen, monatelang ist es unmittelbar an der Pazifikküste aufgrund klimatischer Verhältnisse nebelig und trüb. Nach einigen Kilometern im Landesinneren wird es wieder schön - und es regnet praktisch das ganze Jahr nicht (hier könnte sich München 'ne Scheibe abschneiden). Entsprechend kann man dann auch von einer kargen und wüstenartigen Landschaft sprechen.
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